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Kommt es wirklich auf die GRÖSSE an?

does size really matter?




„Ich fürchte, ja!“
„Natürlich tut sie das!“
„Sie trennt die Spreu vom Weizen!“
„Ohne gute Schlichte ist die Leistung sehr beeinträchtigt!“

Wir sprechen natürlich von der „Schlichte“ von Fasern; einer dünnen, homogenen Oberflächenbeschichtung aus hauptsächlich organischen Materialien, die während des Herstellungsprozesses von Glas- und anderen Fasern/Garnen aufgebracht wird. Der Herstellungsprozess wird als „Schlichten“ bezeichnet.

Glasgarne lassen sich leicht nach Filamentanzahl, Faserdurchmesser, TEX, Zwirnrichtung (S oder Z), Zwirnen pro cm usw. charakterisieren, so dass die Wahl des geeigneten Garns anhand dieser Eigenschaften relativ einfach und auch für Neueinsteiger in die Textilbranche verständlich ist.

Die SCHLICHTE auf einer Faser/einem Garn sollte jedoch nicht übersehen werden, und bei der Wahl eines Garns mit einer bestimmten Schlichte sollten der Textilprozess und die Endanwendung berücksichtigt werden. Die Glasfaserschlichte besteht im Wesentlichen aus Wasser und einem Haftvermittler, aber Faserhersteller neigen dazu, ihre eigenen streng gehüteten Formulierungen aus zwei Hauptgründen zu entwickeln:

  1. Um die Filamente während der Handhabung und weiterer Textilprozesse wie Weben, Flechten und Texturieren physikalisch zu schützen.
  2. Um eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der Eigenschaften der Endanwendung zu spielen. Zum Beispiel kann in Verbundanwendungen eine spezifische Schlichte Folgendes verbessern:
    • Haftung zwischen der anorganischen Faser/dem fertigen Textil und der organischen Harzmatrix.
    • Reduzierung der Ablagerungen und des Faserflors.
    • Verbesserte Verarbeitbarkeit.
    • Geringerer Reibungskoeffizient.
    • Ermöglichung einer leichteren Imprägnierung des Harzes in die Glasfaser.

Das Schlichten kann auch mechanische Eigenschaften, chemische oder Wasserbeständigkeit und thermische Stabilität verbessern.

Schlichteformulierungen sind daher oft komplex und bestehen aus viel mehr als nur Wasser und Haftvermittlern; sie enthalten Additive oder Modifikatoren wie Tenside, Weichmacher, Antistatika, Entschäumer und Rheologieadditive.

Es sollte auch beachtet werden, dass die Komplexität der Schlichte auch den umgekehrten Effekt haben und die gewünschte Leistung des anorganischen Substrats beeinträchtigen kann. Zum Beispiel bei thermischen Endanwendungen, bei denen die Temperaturen wahrscheinlich die Toleranzen der Komponenten innerhalb der Schlichte überschreiten; es ist oft notwendig, die Schlichte durch eine sanfte Wärmebehandlung zu entfernen, wodurch ein sauberes, nicht kontaminiertes Textilsubstrat für den vorgesehenen Zweck zurückbleibt. Dies ist oft der Fall bei Textilien aus Keramikoxid- und Aluminiumoxidfasern, die in kritischen Luft- und Raumfahrtanwendungen eingesetzt werden.

Für weitere Einblicke, Verständnis oder Beratung zum Thema Schlichte kontaktieren Sie Textile Technologies Europe Ltd.

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